Heutzutage wird viel über die Gewährleistung des richtigen Mikroklimas in Räumen gesprochen, unabhängig davon, ob sich dort Menschen oder Tiere aufhalten. Dabei geht es insbesondere um Temperatur, Beleuchtung, relative Luftfeuchtigkeit oder Luftgeschwindigkeit, Zugluft. Bei Nutztieren werden diese Parameter, insbesondere das Licht, sehr oft unterschätzt – ganz zu Unrecht, denn sie sind für das richtige und effiziente Funktionieren der Tiere unerlässlich.

Zunächst etwas Theorie… was ist eigentlich Licht?

Elektromagnetische Strahlung begegnet uns auf Schritt und Tritt. Diese Strahlung ist für viele Aspekte unseres Lebens verantwortlich, z. B. für die Übertragung von Wärme (Infrarot) oder die Fähigkeit, über Handys und Funk zu kommunizieren (Radiowellen). Je nach Bereich der elektromagnetischen Wellenlängen gibt es unterschiedliche Anwendungen. Dazu gehört auch die Strahlung im sichtbaren Bereich. Bei uns reicht er von 380 bis 780 nm, aber bei Tieren kann er anders sein. Alles hängt davon ab, auf welchen Teil des Spektrums das Auge der jeweiligen Spezies reagiert. Jedes Lebewesen sieht Objekte und Farben durch Rezeptoren in den Augen, sog. Zapfen, die für verschiedene Wellenlängen empfindlich sind. Beim Menschen werden drei Zapfentypen unterschieden. Dadurch sind wir empfindlich für das gemeinhein als Rot-, Blau- und Gelblicht geltende Licht. Bei Tieren kann es mehr oder weniger Zapfentypen geben, zum Beispiel haben Hühner fünf Zapfentypen. Zusätzlich zu den drei zuvor genannten sind sie mit separaten Zapfen ausgestattet, die für violettes Licht empfindlich und für die Bewegungserkennung zuständig sind. Nutztiere wie Vieh, aber auch Hunde und Katzen, können Rot in der Regel nicht unterscheiden, da sie nur zwei Rezeptoren aufweisen. Wir haben diese Informationen genutzt, um die neue Serie von Leuchten Ultima Agro zu entwickeln.

Vergleich der für Menschen und Vieh sichtbaren Wellen

Beleuchtung bei der Tierhaltung

ist besonders wichtig, wenn Sie das richtige Gleichgewicht zwischen effizienter Landwirtschaft und dem Komfort der Nutztiere wahren wollen. Wenn Sie die richtige Beleuchtung einsetzen, bringt sie Ihnen und Ihren Tieren viele Vorteile, und wenn Sie LED-Leuchten verwenden, sparen Sie auch noch Geld.

Beleuchtung in der Rinder- und Milchviehhaltung

Bei der Tierhaltung sollten Sie nicht nur die nationalen, sondern auch die europäischen Vorschriften beachten. Im Falle der Herstellung und Lieferung von Rohmilch ist die Richtlinie 92/46/EWG des Rates vom 16. Juni 1992 relevant. Hier finden Sie Informationen über die Richtlinien für Melkräume, insbesondere auch darüber, wie diese beleuchtet werden sollten.

Richtige Lichtverhältnisse erhöhen die Produktivität der Kühe. Wenn sie mit einer Lichtintensität von 150-200 Lux versorgt werden, können sie die Milchproduktion um bis zu mehrere Liter pro Tag steigern. Eine Vielzahl von Studien gibt Ihnen Auskunft darüber, dass die Milchproduktion am höchsten ist, wenn Ihre Kühe 16 Stunden pro Tag aktiv sind und mindestens 8 Stunden ruhen. Wie können Sie das in unserem Klima erreichen, wo der Tag im Winter nur wenige Stunden dauert?

Kühe haben nur zwei Rezeptoren, die für die Farben Blau und Grün zuständig sind. Durch den Einsatz von LED-Beleuchtung im Kuhstall, die ein Lichtspektrum erzeugt, das dem natürlichen Licht nahe kommt, können Sie die Aktivität des Viehs anregen und entsprechend verlängern. Außerdem ist sie effektiver und wirtschaftlicher als eine herkömmliche Beleuchtung.

Bei Ihrer Arbeit auf dem Bauernhof gibt es viele Tätigkeiten zu verrichten, und deshalb müssen Sie wahrscheinlich einige Arbeiten auch nachts erledigen, wenn die Tiere Ruhe brauchen. Zu diesem Zweck werden am besten Leuchten mit rotem Licht verwendet, weil es für das Vieh unsichtbar ist. Dabei müssen Sie jedoch bedenken, dass ein plötzlicher Anstieg der Lichtintensität zu einer Desorientierung der Tiere führen kann, so dass ein System zur Anpassung der Lichtintensität sehr sinnvoll ist.

Moderne Beleuchtung spart Ihnen Energie und gibt Ihnen die Möglichkeit, die Aktivitäts- und Ruhebedingungen für Ihr Vieh zu fördern.

Beleuchtung für Schweine

Ausreichende Beleuchtung, ihre Dauer und Intensität ist bei der Aufzucht von Schweinen sehr wichtig. Zu den Mindestanforderungen, die Sie in Ihrem Schweinestall erfüllen sollten, gehört die Bereitstellung einer Beleuchtung für die Tiere für mindestens 8 Stunden am Tag mit einer Lichtintensität von über 40 Lux. Dies ist vor allem wegen des Fortpflanzungszyklus bei Sauen wichtig. Wie Sie wissen, kann ein zu dunkler Raum zu einer Dysregulation führen, die sich negativ auf die Reproduktion auswirkt. Wenn Sie den Lichttag während der Brunstzeit und in den ersten drei Wochen der Trächtigkeit auf 16 Stunden bei 200-250 Lux verlängern, verbessern Sie definitiv die Zuchtleistung Ihrer Sauen.

Die richtige Beleuchtung ist ebenfalls wichtig für die Samenqualität bei Ebern. Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie für sie für 10-12 Stunden am Tag eine Beleuchtung mit 360 Lux verwenden.

Auch junge Tiere entwickeln sich schlecht, wenn das Licht unzureichend ist. Wenn Sie Ferkel und Mastschweinelänger als für die Mindestzeit mit Licht versorgen, können Sie bei deren Wachstum und Mast viel bessere Ergebnisse erzielen. In diesem Fall ist es daher sinnvoll, wenn Sie eine Beleuchtung verwenden, die das geforderte Minimum von 40 Luxüberschreitet. Darüber hinaus haben Studien gezeigt, dass bei Verwendung von LED-Beleuchtung im Schweinestall, die blaues Licht erzeugt, die Tiere eher zur Futteraufnahme bereit sind. In solchen Gebäuden können Sie eine kühlere Farbtemperatur der Beleuchtung verwenden.

Richtig gewählte Beleuchtung hat viele Vorteile, die zum richtigen Funktionieren der Tiere beitragen.

Beleuchtung bei der Geflügelhaltung

Da insbesondere Geflügel sehr lichtempfindlich ist, müssen Sie die Beleuchtung in Ihrem Hühnerstall sorgfältig planen. Bei Hennen sind sowohl die Intensität, die Lichtfarbe als auch die Belichtungszeit wichtig. Mit ihnen können Sie biologische Prozesse regulieren und so den Tageszyklus des Tieres effektiv nutzen. Aufgrund ihres geschärften Sehvermögens bemerken Hennen und Küken das Flackern des Lichts. Daher ist auch in diesem Fall die Verwendung von LED-Beleuchtung mit minimalem Flackern empfehlenswert und bringt Ihnen mehr Vorteile.

Flickering– Lichtflackern ist neben der spektralen Verteilung des Lichts und seiner Intensität einer der Faktoren, die den Sehkomfort bei der Arbeitsplatzbeleuchtung beeinflussen. Flackern bedeutet schnelle, periodische Änderungen der Lichtintensität. Unter typischen Bedingungen sind die meisten Menschen nicht in der Lage, Lichtflackern über 80 Hz zu sehen, was als Grenzfrequenz für LED-Beleuchtung gilt.

Dabei ist es wichtig, dass das Licht in Ihrem Geflügelstall ein hohes Maß an Gleichmäßigkeit aufweist, was Sie mit einem richtig konzipierten Beleuchtungssystem erreichen können. Dies ist sehr wichtig, da Hennen dazu neigen, sich in Bereichen mit mehr Licht zu scharen und aufeinander zu trampeln.

Mit dem LED-Leuchtensystem haben Sie auch die Möglichkeit, anderes unangemessenes Tierverhalten zu kontrollieren. Wie beeinflussen Sie durch die Steuerung des Lichts das Verhalten von Hennen im Stall? Man muss bedenken, dass Hühner mehr visuelle Rezeptoren als Menschen haben und in einem größeren Umfang sehen als wir. Darüber hinaus wirkt sich jede Lichtfarbe unterschiedlich auf ihre Lebensfunktionen aus. Wenn Sie gegen Kannibalismus und übermäßiges Picken im Hühnerstall kämpfen, kann die Verwendung von Rotlicht-Photostimulation das Auftreten dieser Phänomene verringern. Wenn Sie jedoch Arbeiten im Hühnerstall durchführen wollen, ohne die Tiere zu erschrecken, verwenden Sie ein beruhigendes und für sie unsichtbares blaues oder violettes Licht.

RotesLicht reduziert Aggressionen unter Hennen und fördert die Mast von Küken. Weißes Licht unterstützt das schnellere Wachstum von Küken.

Durch den Einsatz von rotem oder orange-rotem Licht können Sie bei Legehennen bessere Produktionsergebnisse erzielen und gleichzeitig die Futteraufnahme reduzieren.

Dabei ist es wichtig, die Farbe und Intensität des Lichts im Geflügelstall zu kontrollieren. LED-Beleuchtung gibt Ihnen diese Möglichkeit.

Richtige Beleuchtung in verschiedenen Wachstumsstadien bei Hennen

Programm für den schnellen Start bei der Eierproduktion

Alter
(Wochen)

Intensität
(Lux)

Licht (Stunden)

Prozessbeschreibung

Insgesamt

EIN

AUS

1-2 (Tag/e)

20-40

24

24

0

Wiederherstellung des biologischen Gleichgewichts von Tieren

3-6 (Tage)

20-30

16

4

2

Start der Lichtsteuerung - Aktivitäts- und Schlafzyklus

Am anspruchsvollsten in Bezug auf Intensität und Beleuchtungszeit ist die erste Lebenswoche von Küken. Damit die Küken so schnell wie möglich zum biologischen Gleichgewicht auf dem Hof zurückkehren, sollten Sie sie an zwei aufeinanderfolgenden Tagen je 24h mit einer Lichtintensität von ca. 40 Lux beleuchten, so geben Sie ihnen eine längere Zeit zum Fressen und Trinken. Beginnen Sie an den folgenden Tagen mit der Steuerung der Beleuchtung, um die Aktivitäts- und Schlafprozesse der Küken zu regulieren. Hierfür empfehlen wir ein intermittierendes Lichtprogramm, 4h Schlaf 2h Aktivität (Beleuchtung ein-/ausschalten).

2

10-20

14

3,5

2,5

Reduzierung der Beleuchtungszeit und Lichtintensität

3

10-20

13

3,25

2,75

4

4-6

12

3

3

5

4-6

11

2,75

3,25

6

4-6

10

2,5

3,5

7

4-6

9

2,25

3,75

8

4-6

8

2

4

Wachstumszeitraum

Die Kükenaufzucht ist definiert als ein Zeitraum zwischen 8 und 18 Wochen. Während dieser Zeit funktioniert Licht mit niedriger Intensität von 4-6 Lux am besten. Es sollte für 8h pro Tag im Schichtzyklus (2h Aktivität, 4h Schlaf) verwendet werden.

9

4-6

8

2

4

10

4-6

8

2

4

11

4-6

8

2

4

12

4-6

8

2

4

13

4-6

8

2

4

14

4-6

8

2

4

15

4-6

8

2

4

16

4-6

8

2

4

17

4-6

8

2

4

18

10-15

8

2

4

19

10-15

9

2,25

3,75

Stimulation durch Verlängerung des Lichttages

In den folgenden Wochen, wenn die Küken zu reifen beginnen, können Sie ihren Lichttag verlängern und die Lichtintensität auf etwa 15 Lux erhöhen. Somit bereiten Sie die Tiere auf die Legeperiode vor.

20

10-15

10

2,5

3,5

21

10-15

11

2,75

3,25

22

10-15

12

3

3

23

10-15

13

3,25

2,75

24

10-15

14

3,5

2,5

Legeperiode (die Länge des Lichttages kann nicht verkürzt werden)

Bis zur Woche 24/25 sollten Ihre Hennen in die Legezeit eintreten. Sie können die Lichtintensität bei 15 Lux belassen und den Lichttag auf 14 Stunden verlängern. Diese Lichtstimulation sollte Ihnen die besten Produktionsergebnisse liefern. Es ist jedoch nicht ratsam, den Lichttag während der Legeperiode der Henne zu verkürzen.

25

10-15

14

3,5

2,5

Richtige Beleuchtung bei der Eierproduktion

Ist die LED-Beleuchtung für Stallungen geeignet?

Durch den Einsatz von LED-Beleuchtung auf Ihrem Bauernhof werden Sie viele Vorteile erzielen. So können Sie das Licht steuern, was besonders für Vieh-, Schweine- und Geflügelställe geeignet ist. Darüber hinaus können Sie durch die Installation von LED-Beleuchtung messbare Energieeinsparungen von bis zu 80 % erzielen.

Leuchten in Tierställen sollten wärmebeständig sein, da Jungtiere während der Aufzucht höhere Temperaturen benötigen. Darüber hinaus sollten die Leuchten aufgrund der erhöhten Luftfeuchtigkeit und anderer flüchtiger Verbindungen in der Luft die entsprechende IP-Schutzart aufweisen.

Zusammenfassend…

Licht spielt bei der Tierhaltung eine sehr wichtige Rolle. Die moderne Landwirtschaft erfordert eine individuelle Herangehensweise an die Tierhaltung, insbesondere bei der Implementierung des Beleuchtungssystems. Unsere Planer begleiten Sie durch den gesamten Weg der Planung eines Beleuchtungssystems und stellen sicher, dass Sie ein effektives System konzipieren, das Ihren Bedürfnissen und denen Ihres Landwirtschaftsbetriebs entspricht.

Natürliche Lichtfarbe: 150-200 Lux

Rote Lichtfarbe für Inspektionszwecke

Natürliche Lichtfarbe: 20-40 Lux

Rote Lichtfarbe, nach Rücksprache mit dem Tierarzt

Natürliche Lichtfarbe: 40-400 Lux

Rote Lichtfarbe für Inspektionszwecke

Allgemeine Hinweise für gelistete Tierarten

Art der Zucht

Tätigkeit

Beleuchtungsparameter

Vieh

Aktivität:

mindestens 16 Std.

ca. 200 Lux - natürliche Lichtfarbe

Ruhe: bis zu 8 Std.

Rote Lichtfarbe für Inspektionszwecke

Schweine

Mindestwert pro Tierart

Aktivität:

mindestens 8 Std.

ca. 40 Lux

Brünstige Sauen bis zur 3. Trächtigkeitswoche

Aktivität: bis zu 16 Std.

200-250 Lux

Eber

Aktivität: 10-12 Std.

300-400 Lux

Mastschweine und Ferkel

Aktivität:

mindestens 8 Std.

Intensität über dem Minimum (>40 Lux) - kühle Farbe (Vorschlag: 5000K)

Geflügel

Hoher Gehalt an blauen und violetten Bestandteilen im Lichtspektrum - beruhigende Wirkung.

Rotes Licht - reduziert Aggressionen und fördert die Geflügelmast

mindestens 20 Lux mit hoher Gleichmäßigkeit

Küken

Aktivität: 22-23 Std.

Bereich 30-40 Lux

Richtige Beleuchtung für verschiedene Tierarten

Wenden Sie sich an Ihren Tierarzt, wenn Sie die Beleuchtungsstärke in Ihrem Betrieb einstellen, da zu hohe oder zu niedrige Beleuchtungsstärken negative Auswirkungen haben können


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